Das 37. Jugendfestival begann – Nuntius Chullikatt: Der Papst ermutigt euch, euch nicht mit flüchtigem Glück zufrieden zu geben

„Ich bin überzeugt, dass viele von euch – genau wie so viele vor euch – gerade während dieser Pilgerreise nach Medjugorje die Stimme des Herrn hören werden, die sie zum Priestertum, zum gottgeweihten Leben oder zu einem großherzigen christlichen Zeugnis in der Welt ruft.“
Das 37. Jugendfestival begann – Nuntius Chullikatt: Der Papst ermutigt euch, euch nicht mit flüchtigem Glück zufrieden zu geben

Zehntausende junger Menschen aus 73 Ländern sind erneut zum Internationalen Jugendgebetstreffen angereist, das vom 1. bis 6. August in Medjugorje unter dem Motto „Ad fontem! Zur Quelle!“ stattfindet.

Argentinien, Österreich, Belgien, Benin, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Bulgarien, Kanada, Chile, China, Kolumbien, Kongo, Costa Rica, Elfenbeinküste, Kroatien, Kuba, Tschechien, Ecuador, El Salvador, England, Äthiopien, Finnland, Frankreich, Gabun, Deutschland, Ghana, Guadeloupe, Guatemala, das Heilige Land, Hongkong, Ungarn, Indien, Irland, Italien, Kasachstan, Kenia, Réunion, Lettland, Libanon, Litauen, Luxemburg, Macau, Martinique, Mauritius, Mexiko, Moldawien, die Niederlande, Nicaragua, Nigeria, Panama, Paraguay, Peru, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, St. Lucia, Schottland, Serbien, die Slowakei, Slowenien, Südkorea, Spanien, Sri Lanka, Schweden, die Schweiz, Uganda, die Ukraine, die USA, der Vatikan, Venezuela und Wales – aus diesen Ländern sind junge Menschen „zur Quelle“ gekommen, um die Heilige Messe zu feiern, Katechesen, Vorträge und zahlreichen Zeugnisse zu hören, auf dem Erscheinungsberg und dem Kreuzberg zu beten, zu beichten...

Der Pfarrer von Medjugorje, Pater Zvonimir Pavičić, hieß alle willkommen und übermittelte anschließend die Botschaft des Heiligen Vaters, die vom Apostolischen Visitator für die Pfarre Medjugorje, Erzbischof Aldo Cavalli, überbracht wurde.

„Seine Heiligkeit ermutigt die jungen Menschen, aufrichtig nach der Wahrheit zu suchen, die sie frei macht, ohne sich von den Illusionen eines flüchtigen Glücks in die Irre führen zu lassen. Indem sie Jesus nachfolgen, kann jeder von ihnen selbst so die schwierigsten Fragen und inneren Unruhen als Gelegenheiten zur Unterscheidung und zum Wachstum im Glauben annehmen.

Des Weiteren ermutigt der Heilige Vater die jungen Menschen, sich vom Heiligen Geist leiten zu lassen und sich der Fürsprache der seligen Jungfrau Maria, der Mutter der Kirche, anzuvertrauen, damit sie zu strahlenden Zeugen der Frohen Botschaft, zu Förderern der Geschwisterlichkeit und zu Friedensstiftern in der Gesellschaft werden können“, heißt es in der Botschaft von Papst Leo XIV.

„Ich möchte euch, liebe junge Menschen, die ihr aus allen Teilen der Welt gekommen seid, um Christus unter dem mütterlichen Blick der seligen Jungfrau Maria, der Königin des Friedens, zu begegnen, meine besondere Verbundenheit und Zuneigung bekunden. Eure Anwesenheit ist ein leuchtendes Zeichen der Hoffnung für die Kirche: Ihr verkörpert ihr jugendliches Antlitz, ihre Lebendigkeit und ihre Zukunft. Durch euren Enthusiasmus, euren Glauben und eure großherzige Bereitschaft, dem Herrn zu folgen, legt ihr Zeugnis davon ab, dass das Evangelium weiterhin die Herzen neuer Generationen anspricht und dass die Kirche durch die Kraft des Heiligen Geistes ständig erneuert wird“, sagte Erzbischof Francis Assisi Chullikatt, der Apostolische Nuntius in Bosnien und Herzegowina, zu Beginn der Heiligen Messe. Mit ihm konzelebrierten der Pfarrer von Medjugorje, Pater Zvonimir Pavičić, Erzbischof Aldo Cavalli, der Apostolische Nuntius in Kroatien, Erzbischof Leopoldo Girelli sowie weitere Bischöfe und 518 Priester.

In seiner Predigt hob Erzbischof Chullikatt hervor, dass die heutige Liturgie uns drei große Glaubenszeugen vor Augen führt – den Propheten Jeremia, den heiligen Johannes den Täufer und den heiligen Alfons Maria von Liguori –, die „unterschiedlichen Epochen der Geschichte angehören, aber durch dieselbe Überzeugung vereint sind: Gott an die erste Stelle zu setzen bedeutet, wahrhaft frei und zutiefst glücklich zu werden.“

Dann wandte er sich an die jungen Menschen mit den Worten: „Gottes Wort stellt uns heute also eine entscheidende Frage: Was macht unser Leben wirklich frei? Erfolg? Anerkennung? Wohlstand? Das Bild, das andere von uns haben? Oder die Treue zum Evangelium?“

„Dies ist eine besonders wichtige Frage für euch, liebe junge Menschen, die ihr euch bei diesem Festival versammelt habt. In der Botschaft, die er anlässlich dieses Ereignisses an euch richtet, erinnert Papst Leo XIV. an das Motto des diesjährigen Festivals: *Ad fontem* –Rückkehr zur Quelle. Und diese Quelle ist Christus. Der Heilige Vater lädt euch daher ein, durch das Gebet, das Hören auf das Wort Gottes und durch die Sakramente die Freude an der persönlichen Begegnung mit Jesus neu zu entdecken – dem Einzigen, der den Durst des menschlichen Herzens stillen und stets die Kraft für einen Neuanfang schenken kann“, sagte Erzbischof Chullikatt. Mit Blick auf die heutige Kultur – die viele scheinbare Glücksquellen bietet wie schnellen Erfolg, mediale Präsenz, materiellen Besitz und flüchtige Vergnügungen – merkte er an, dass es sich dabei um „verführerische Versprechen“ handele, die „das Herz jedoch oft noch durstiger zurücklassen“.

„Deshalb ermutigt euch der Papst, euch nicht mit flüchtigem Glück zufrieden zu geben, sondern aufrichtig nach der Wahrheit zu streben, die uns allein frei macht“, sagte der Nuntius und rief die jungen Menschen auf, dem Beispiel des heiligen Alfons zu folgen, alles hinter sich zu lassen und Christus nachzufolgen.

„Ich bin überzeugt, dass viele von euch – genau wie so viele vor euch – gerade während dieser Pilgerreise nach Medjugorje die Stimme des Herrn hören werden, die sie zum Priestertum, zum gottgeweihten Leben oder zu einem großherzigen christlichen Zeugnis in der Welt ruft“, sagte Erzbischof Chullikatt.

„Vielleicht wird keiner von uns zum Martyrium berufen, wie es der heilige Johannes der Täufer erlitt, oder zu Verfolgungen, wie sie Jeremia durchmachte. Doch jeden Tag sind wir zu einem kleinen Martyrium der Beständigkeit gerufen: die Wahrheit in Liebe auszusprechen, ein reines Gewissen zu bewahren, ehrlich zu handeln, wenn es bequemer wäre, Kompromisse einzugehen, zu vergeben, wenn es einfacher wäre, Groll zu hegen, und uns für Christus zu entscheiden, selbst wenn das Evangelium dem Geist dieser Welt zu widersprechen scheint.

Eine solche Treue ist umso notwendiger, wenn der Glaube verspottet wird, wenn religiöse Symbole geschändet werden und wenn Gotteshäuser zum Ziel von Gewalt und Entweihung werden.“

„Solche Taten verletzen nicht nur die Gefühle der Gläubigen, sondern auch universelle menschliche Werte wie die Religionsfreiheit, den Respekt vor dem Heiligen und die Würde des Menschen. Wir haben dies schmerzlich durch jüngste Akte der Zerstörung und Entweihung erfahren, die hier in Medjugorje begangen wurden“, sagte der Apostolische Nuntius in Bosnien-Herzegowina, Francis Assisi Chullikatt. Gemeinsam mit den Zehntausenden jungen Menschen verharrte er anschließend am Außenaltar der St.-Jakobus-Kirche einige Augenblicke in Stille, bevor er fortfuhr: „Gerade in solchen Situationen ist der Christ dazu aufgerufen, nicht mit Hass oder Rache zu antworten, sondern mit der sanften Kraft des Evangeliums – indem er Zeugnis ablegt für Wahrheit in Liebe, Vergebung in Gerechtigkeit und Hoffnung in Frieden.“

Auf die Heilige Messe folgte die Anbetung Jesu im Allerheiligsten Altarsakrament.

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